KreislaufAkkus

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Name

Jan Figgener

Abteilungsleitung Netzintegration und Speichersystemanalyse

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+49 241 80 49312

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Motivation & Zielsetzung

 

Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, unterstützt die EU den Einsatz von Elektrofahrzeugen aufgrund ihrer erheblichen ökologischen Vorteile gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Allerdings ist die Herstellung der wichtigsten Komponente eines Elektrofahrzeugs - der Antriebsbatterie - der ressourcenintensivste Prozess. Neben der Produktion der Batterie belastet auch die erforderliche Ladeinfrastruktur die Umwelt. Daher wird in letzter Zeit über nachhaltigere, effizientere und innovative Ansätze für künftige Batteriesysteme diskutiert.
Als Alternative zu einem herkömmlichen "integrierten Batteriesystem" bietet ein "austauschbares Batteriesystem" zahlreiche funktionale Vorteile, wie z. B. kürzere Betankungszeiten für Fahrzeugführer, ggf. geringere Anforderungen an die Infrastruktur und die Möglichkeit in der Wechselstation gelagerte Fahrzeugbatterien für Systemdienstleistungen einzusetzen. Entscheidend ist jedoch, dass die Ressourceneffizienz, die technologische Machbarkeit und die Anforderungen für Geschäftsmodelle untersucht werden. Das Projekt "KreislaufAkkus" setzt genau an dieser Stelle an und vergleicht die beiden Batteriesystemansätze inklusive ihrer Infrastrukturanforderungen hinsichtlich ihrer ökonomischen, ökologischen, technologischen und gesellschaftlichen Akzeptanzanforderungen. Durch eine solche interdisziplinäre Analyse dieser beiden Systeme soll das Lebenszykluspotenzial untersucht werden, um den beteiligten Akteuren und gesellschaftlichen Entscheidern eine Unterstützung zu bieten.

 

Methodischer Ansatz

  battery

Zunächst werden Status quo und F&E-Trends in diesen beiden Batterie- und Ladeinfrastruktursystemen analysiert. Auf Basis dieser Analyse werden im nächsten Schritt die aus technischer und gesellschaftlicher Sicht vielversprechendsten Fahrzeugtypen und Anwendungsfelder identifiziert. Dabei werden die Auswirkungen auf die Batterie, die Fahrzeugkonstruktion und die infrastrukturellen Anforderungen durch Literaturrecherchen, Experten-interviews, Nutzerbefragungen und die Auswertung durchgeführter Tests näher untersucht. Abschließend wird eine ökologische und ökonomische Bewertung durch die Kombination der zuvor gewonnenen Ergebnisse erstellt. Ziel ist es, die Batteriesysteme hinsichtlich entscheidender Parameter wie Wirtschaftlichkeit, Ressourceneffizienz, Einfluss auf das Energiesystem und in entscheidendem Maße das Kreislaufwirtschaftspotenzial zu klassifizieren

 

Laufzeit

 

01. April 2022 – 31. März 2024

 
  bmwk

Förderung

Das Projekt KreislaufAkkus wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit einer Gesamtsumme von rund 0,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert.

 
 

Beteiligte Institutionen

RWTH Aachen University (PGS-ESS) Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (IÖW GmbH)

Die RWTH befasst sich im Rahmen des Projekts vor allem mit der techno-ökonomischen Analyse der oben genannten Batteriekonzepte. Neben der Expertise auf dem Gebiet der Energiespeichersysteme liegt der besondere Fokus auf der Ladeinfrastruktur und dem Fahrzeugdesign. Das IÖW Berlin bringt als Projektpartner seine Expertise auf dem Gebiet der Ökobilanzierung für eine nachhaltige Entwicklung ein.